Trinkwasser-Regenwasser-Abwasser

Trinkwasser – Regenwasser – Abwasser: Unsere Ressourcen schonen!
Trinkwasser: Viel zu wertvoll,  um es zu verschwenden!

Täglich wird in Deutschland eine riesige Menge Grundwasser gefördert und von Haushalten, kommunalen Einrichtungen sowie Gewerbe und Industrie genutzt, um nach Gebrauch auf dem schnellsten Weg über die Kanalisation und der Kläranlage abgeleitet zu werden.

Durch die Versiegelung von Flächen mit Gebäuden oder der Befestigung von Verkehrsflächen und Plätzen wird der Natur die Möglichkeit genommen, über den Niederschlag Grundwasser in der Menge nachzubilden, wie es auf der anderen Seite zur Wasserversorgung gefördert wird.

Unser Trinkwasser wird von der „Auracher Gruppe“ geliefert, in der die Gemeinde Stegaurach mit vier Brunnen das Herzstück darstellt.  Insgesamt werden etwa 29000 Einwohner mit 8100 Wasseruhren versorgt. Mit 1,05 Euro ohne MwSt ist der Wasserpreis günstig. Auf der Homepage der Auracher Gruppe http://www.aurachergruppe.de/index.php?id=80,30 können Sie sich über die Trinkwasserqualität in Ihrem Ortsteil informieren. Die Werte liegen unter den Grenzwerten, allerdings erschließt sich nicht, wie nah die Werte am Grenzwert liegen.

Ziel sollte es sein, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Grundlebensmittel “Wasser” zu kommen. Dies kann durch wassersparendes Verhalten und den Einsatz wassersparender Geräte erfolgen. Beispielsweise konnte der durchschnittliche Wasserverbrauch von Waschmaschinen von 140 Liter pro Waschgang 1970 auf 60 Liter 1992 und bei den neuesten wassersparenden Geräten sogar auf unter 50 Liter reduziert werden.

Aber nicht nur durch den Einsatz wassersparender Geräte lässt sich der Verbrauch reduzieren. Wie so oft haben auch hier kleine Dinge oft große Wirkung:

  • So lässt sich durch den Einsatz moderner Toilettenspülkästen, die nur 4 bis 6 Liter pro Spülgang gegenüber 9 bis 12 Liter pro Spülgang bei älteren Modellen benötigen, der Verbrauch halbieren.
  • Auch wassersparende Druckspüler mit einer 3- und 6- Liter-Taste sind mittlerweile im Handel erhältlich.
  • Durch den Einsatz von Durchflußbegrenzern lassen sich in einem 4-Personen Haushalt 12 bis 15 Liter täglich einsparen.
  • Bedenkt man, dass ein tropfender Wasserhahn bis zu 5.000 Liter Wasser im Jahr verschwenden kann, so wird man sicher öfter die Dichtungen der Armaturen oder Spülkästen überprüfen.
  • Auch im Garten lässt sich Wasser sparen. So sollte nur früh morgens oder abends gegossen werden, wodurch wesentlich weniger Wasser verdunstet.

 

Solche Hinweise fehlen auf der Homepage der Auracher Gruppe. Hier sollten regelmäßig Initiativen zum Einsparen von Trinkwasser ergriffen werden.

Initiativen der Auracher Gruppe den Schadstoffeintrag in den Wassereinzugsgebieten weiter zu reduzieren unterstützen wir.

Die Gemeinde sollte ihrerseits bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen konsequent nur Wasserspartechnologien verwenden.

Regenwasser: Viel zu schade für den Kanal!

Regenwasser zurückzuhalten, zu nutzen, zu versickern oder zu verdunsten statt in den Kanal abzuleiten, hat sich in den vergangenen Jahren als ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative mehr und mehr durchgesetzt.

Vor Jahren haben wir den Antrag nach Einrichtung einer Gesplitteten Abwassergebühr gestellt, der auch umgesetzt wurde. D.h. die Abwassergebühr wird zum Einen aus dem tatsächlich verbrauchten Wasser und zum Anderen nach dem Anteil der versiegelten Fläche auf dem Grundstück berechnet. Diese Gebühr hat zu mehr Gebührengerechtigkeit geführt und bietet einen Anreiz Flächen zu entsiegeln.

Die Gemeinde sollte wo möglich, dem Trennsystem immer Vorrang geben, da das Regenwasser dann dem Kanal nicht mehr zugeführt wird.

Bei Neubauten und Sanierungen soll Regenwasser wenn möglich für die Toilettenspülung genutzt werden.

Abwasser: So wenig Schadstoffe wie möglich!

Die Gemeinde Stegaurach hat in Unteraurach eine eigene Kläranlage. Das ist nicht selbstverständlich. Viele Stadtumlandgemeinden von Bamberg pumpen ihre Abwässer nach Bamberg. Die Kläranlage von Stegaurach, die vor etwa 13 Jahren einen erheblichen Sanierungsbedarf aufwies, ist mittlerweile weitgehend saniert und kann die heutigen strengen Grenzwerte einhalten. Ebenso wurde das Kanalnetz in den schadhaften Bereichen saniert. Trotzdem gelang es, die Abwassergebühren in einem normalen Bereich zu halten.

Während die Gemeinde früher ihre Kläranlage selbst steuerte, hat sie vor etwa 10 Jahren den Betrieb an einen Anbieter übergeben. Dieser Vertrag gehört auf den Prüfstand und die Gemeinde sollte die Anlage ev. wieder selbst betreiben.

Konsequent sollte das Kanalnetz weiter saniert werden und die Kläranlage fortlaufend modernisiert werden.

Ein Abwasserkataster sollte erstellt und v.a. konsequent umgesetzt werden.