Stegaurach und der Verkehr

Attraktiver Wohnort und Autokolonnen durch Stegaurach: ein Widerspruch oder wie geht das zusammen?

Stegaurach und seine Ortsteile leiden seit Jahren unter dem hohen Durchgangsverkehr. Bei der Verkehrszählung 2010 wurden an der B22 in Debring 19800 Fahrzeuge pro Tag gezählt Davon sind  3,8% Schwerverkehr. Das sind immerhin 752 LKW´s am Tag!

Aber auch die anderen Durchgangsstraßen in der Gemeinde Stegaurach sind durch hohes Verkehrsaufkommen und häufig auch zu schnelles Fahren belastet. Das gilt auch für Mühlendorf und Waizendorf. Der Verkehrsfluss in Stegaurach ist ganz auf den motorisierten Verkehr ausgerichtet. Die Folgen sind Abgase und Lärm. Das Queren der Straße ist gerade für Kinder, ältere Menschen und Behinderte oft gefährlich und kaum zumutbar. Lange Wartezeiten an der Kreuzung in Debring zu den Hauptverkehrszeiten sind die Regel. Hinzu kommen häufig zugeparkte Gehwege, die manchmal auch noch viel zu schmal sind. Behinderte mit Rollstuhl oder Eltern mit Kinderwagen müssen deshalb oft auf die Straße ausweichen müssen. Die Fahrradwege enden häufig im Nichts, die Fortführung auf der Strasse ist nicht klar gekennzeichnet. Am Friedhof wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Gehweg zwar abgesenkt und lädt zum Überqueren ein. In fast allen Ortsteilen ist – wie im Hauptort – der einbrechende KFZ-Verkehr meistens viel zu schnell, da die sehr breiten Strassen dazu einladen.

2010 wurden Workshops mit dem Ziel abgehalten, die Attraktivität des Wohnortes Stegaurach zu steigern. Sie sollten auch einen Nutzen für die örtlichen Gewerbetreibenden haben. Die Verkehrssituation in Stegaurach wurde zu einem der Hauptkritikpunkte.  Es wurde über Veränderungen nachgedacht, die aber leider nicht weiter verfolgt wurden. Die Grün-Aktive Bürgerstimme hat seit Jahren Verbesserungen gefordert, z.B. die weitere Absenkung von Bordsteinschwellen, die Markierung von Radwegen und vieles mehr. Leider ist bisher nichts passiert.

In der neuen Periode wird die Grün-Aktive Bürgerstimme eintreten für:

–       sichere Fußgängerüberquerungen durch Zebrastreifen, Bedarfsampeln, z.B. in Waizendorf, Unteraurach, beim Friedhof Stegaurach, beim Sportplatz in Stegaurach, in Mühlendorf und ganz besonders in Debring

–       Geschwindigkeitsbegrenzungen im Hauptort z.B. von der Tankstelle bis zum Sportplatz

–       Eine kommunale Verkehrsüberwachung, die wie in vielen Gemeinden des Landkreises Geschwindigkeit und Parken überwacht

–       Verengung in den Ortseinfahrten, um den einströmenden Verkehr zu verlangsamen

–       ausreichend breite Gehwege zumindest auf einer Strassenseite

–       Nutzen des Integra Konzeptes der Lebenshilfe zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Behinderte

–       teilweise Rotmarkierung der Radwege an Kreuzungen

–       zusammen mit Eltern und Schule kann ein „Schulwegplan“ erarbeitet werden oder das Konzept „walking bus“ ausprobiert werden, das seit 10 Jahren in Deutschland mit dem Ziel der Verkehrs- und Gesundheitserziehung eingesetzt wird

http://www.paderborn.de/microsite/walking_bus/was_ist_walking_bus.php?p=0

–       überdachte Fahrradstellplätze am Rathaus, Schule, Bücherei, Turnhalle

–       um nicht nur in Einzelmaßnahmen stecken zu bleiben, ist letztendlich die Erstellung eines Gesamtverkehrskonzeptes für Stegaurach unter Einbeziehung und Beteiligung der Bürgerschaft notwendig, dabei ist insbesondere die Kreuzung in Debring zu berücksichtigen. Hierfür ist ein entsprechendes Fachbüro zu beauftragen.