Den Klimawandel bewältigen

Klimawendegemeinde Stegaurach: Der Blick in die Zukunft
Weltweit wie auf der Bundesebene, gerät die Energiewende immer mehr ins Stocken, doch unsere Umwelt wartet nicht auf uns. Deshalb ist es an der Zeit, auf lokaler Ebene mit Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu beginnen.

Während der Landkreis Bamberg nach Angaben der Bamberger Energie- und Klimaagentur schon 48,60% des Stroms regenerativ erzeugt sind es in Deutschland 22,9%. In Stegaurach werden lediglich 12,09% des in Stegaurach verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Damit liegt unsere Gemeinde an 28. Stelle von 36 Kommunen (alle Zahlen von 2012). Das sind die harten Fakten, obwohl an jedem Ortseingang Schilder anzeigen, dass Stegaurach Mitglied im weltweiten Klimabündnis ist.

Wir, die Grüne – Aktive Bürgerstimme, haben ein Konzept zur behutsamen Entwicklung hin zur Klimawendegemeinde erarbeitet, die sich – Seite an Seite mit Ihnen – auf drei Säulen stützt:

1. Wichtig ist es zuallererst, genügend Informationen für Sie bereitzustellen, damit Sie  sich selbst ein Bild der Lage und der Möglichkeiten machen können, z.B. durch Informationsveranstaltungen für Hausbesitzer zu den Themen Solarnutzung und Energieeinsparung.

2. Die Gemeinde schafft ihrerseits umfassende Strukturen und bietet Impulse, wie zum Beispiel die Erweiterung des Nahverkehrangebots oder die Erstellung eines Energienutzungsplans.

3. Nun sind Sie gefragt: Durch eigenverantwortliches und umweltbewusstes Handeln trägt jedes Gemeindemitglied zur Verwirklichung der Klimawendegemeinde bei. Doch  Ihre Eigeninitiative wirkt sich nicht nur positiv auf das Klima aus; durch die Stärkung lokaler Wertschöpfungsketten bleibt der Gewinn in der Gemeinde und Sie profitieren vom gesamten Konzept.

Wenn diese Punkte zusammenwirken, arbeiten wir gemeinsam für eine wirtschaftlich bessere und klimafreundlichere Zukunft. Folgende Pläne warten auf Ihre Verwirklichung.

Umbau der Energieversorgung
Die Energieproduktion:

– Erstellen eines Stegauracher Energienutzungsplanes (70% Förderung durch das Wirtschaftsministerium): Dieser Energienutzungsplan enthält eine detaillierte Bestandsaufnahme der örtlichen Energieversorgung und macht konkrete Vorschläge für eine zukunftsfähige Energieversorgung und ihre Umsetzung. Dabei muss auch geprüft werden, wie Stegaurach langfristig seine Energie entsprechend der Ziele der Bamberger Klimaallianz erreichen kann (100% regenerative Energie bis 2035).

– Stegaurach soll Mitglied bei den Regionalwerken werden, langfristig sollten diese auch selbst Strom produzieren und vermarkten

– Ausrichtung der Gebäude in neuen Baugebieten nach Süden, um Solarnutzung zu ermöglichen, enge energiesparende Bebauung, Einsatz von Kraftwärmekopplung.

– Installation von weiteren Solaranlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden wie z.B. dem Bauhof

– Langfristiger Umstieg auf echten, zertifizierten Ökostrom für die eigenen Liegenschaften

=> Maßnahmen in diesem Bereich stärken die örtliche Wirtschaft und belassen erhebliche Finanzkraft in der Region. Von 100 € gehen bei Erdöl 59,-€ und bei Erdgas 74,-€ ins Ausland, bei Holzpellets sind es z.B. nur 3,-€.   (Zahlen von 2008)

Die energetische Sanierung:

Maßnahmen der Energieeinsparung lassen bis zu 2/3 des heutigen Energieverbrauchs überflüssig werden. Deshalb:
– maximale Wärmedämmmaßnahmen bei Sanierungen und Neubauten, wie z.B. der Bücherei

– weiterhin konsequente Wärmedämmmaßnahmen am gemeindeeigenen Gebäudebestand

Klimafreundlicher Verkehr:

Der starke Durchgangsverkehr durch Stegaurach, aber auch die Tatsache, dass die meisten StegauracherInnen nach Bamberg pendeln müssen, bedeuten eine hohe Belastung für die AnwohnerInnen und die Umwelt durch Lärm und Feinstaub und durch steigende Benzinpreise eine hohe Belastung für den Geldbeutel.

Was wir tun werden:

– Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs, s.a. Programmpunkt Verkehr
– Fußgänger- und fahrradsicherer Ausbau der Ortsverbindungsstrasse Mühlendorf- Kreuzschuh.
– Anschaffung von gemeindeeigenen Fahrzeugen mit geringem CO2 Ausstoss, Elektroautos

– die Gemeinde kann Carsharingkonzepte unterstützen

Öffentlicher Personennahverkehr: s. bitte eigenen Programmpunkt ÖPNV

Was Sie tun können:

– Fahrgemeinschaften anregen: dies stärkt das soziale Gefüge, schont den Geldbeutel und die Umwelt

– Den öffentlichen Personennahverkehr nutzen: schont die Umwelt, den Geldbeutel und die Nerven, insbesondere, wenn man mal wieder in Bamberg feststeckt.

– Verstärkte Fahrradnutzung: „Kein CO2 auf Kurzstrecken“

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