Stegaurach wird älter!

Generationen verbinden: Demographischen Wandel gestalten
„Wir werden nicht weniger, aber deutlich älter“

In Oberfranken wird nach Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik (https://www.statistik.bayern.de/statistik/gemeinden/09471191.pdf)  die Bevölkerung bis 2029 stark abnehmen, nicht jedoch in Bamberg und den angrenzenden Gemeinden wie Stegaurach. Hier wird die Lage als „stabil“ eingeschätzt, sie soll 2029 sogar um ca. 500 Personen zunehmen. Dies zeigt, dass Stegaurach, nahe an Bamberg gelegen, weiterhin eine attraktive Wohnlage haben wird. Die Zahl der über 65 jährigen wird bis 2029 um ca. 80% zunehmen, von 1060 (2009) auf 1850 Personen. Es wird erwartet, dass sich die Zahl der unter 18jährigen von 1243 (2009) auf 1170 (2029), also um ca. 70 Personen verringert. Während die Einwohner Stegaurachs insgesamt sogar zunehmen, ergibt sich ein deutlicher Umbau der Altersstruktur. Während 2009 die Gruppe der unter 18jährigen noch deutlich größer war als die der über 65-jährigen, werden die Jungen 2029 deutlich in der Minderheit sein (1170 zu 1850).

Dieser demographische Wandel stellt die Gemeinde Stegaurach vor enorme Herausforderungen. Die Bedürfnisse an Wohnen (die Menschen wollen solange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben) und Mobilität werden sich ändern Die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen und Pflegeangeboten (ambulant wie stationär) werden zunehmen. Aber auch die sozialen Bedürfnisse werden sich ändern.  Die Zahl von Menschen mit Behinderung werden deutlich zunehmen. Die Gemeinde muss sich auf diese Veränderungen vorbereiten.

Die Grüne – Aktive Bürgerstimme haben immer wieder versucht das Thema Demographischen Wandel auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu bringen. Die letzten Jahre ist hier in der Gemeinde nichts mehr passiert. Wenn Sie die Stichworte „Demographie Stegaurach“ googeln, dann kommen unter 10 Einträgen Zwei zu diesem Thema von unserer Liste. Dieses Thema wird aus unserer Sicht in der neuen Periode des Gemeinderates noch bedeutsamer.

Aus unserer Sicht muss die Gemeinde sich auf diesen Wandel vorbereiten. Ähnlich hat der Landkreis Bamberg dieses Thema seit etwa 2007 zu einem Schwerpunktthema gemacht. Wir wollen uns deshalb einsetzen für:

– Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft. Attraktive Angebote für junge Familien sind ein Standortfaktor, nach denen junge Familien sich entscheiden, wo sie leben möchten. Die Angebote der Kinderbetreuung müssen fortlaufend flexibel an die Bedürfnisse der Familien angepasst werden. Im Kindergarten könnte ein Familienstützpunkt eingerichtet werden, ähnlich dem Konzept wie es 10 weitere Orte im Landkreis schon vorgemacht haben.

– für die Gemeinde Stegaurach muss ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept fortgeschrieben werden mit den Handlungsfeldern „Wohnung und Zuhause“, „Präventive Angebote“, „Unterstützung pflegender Angehöriger“, „Bürgerschaftliches Engagement für und von SeniorInnen“, „Betreuung und Pflege“ usw.

– Ähnlich dem Mehrgenerationenhaus in Strullendorf braucht es drinnen wie draußen Orte an denen sich die Generationen begegnen können. Auch die neue Bücherei kann ein solcher Ort der Begegnung werden. Freizeit-, Begegnungs- und Gemeinschaftsangebote für SeniorInnen in der Gemeinde sind zu fördern.

– es braucht Beratungsangebote für ältere Menschen, die in ihren großen Häusern teils alleine wohnen. Der Ausbau von ambulanten und teilstationären Betreuungsformen muss im Vordergrund stehen.

– es braucht eine Ehrenamtskultur, die dieses gesellschaftliche Engagement auch würdigt

– Erhalt der innerörtlichen und damit fußläufigen Einkaufsmöglichkeiten

– behindertengerechte und barrierefreie öffentliche Einrichtungen, wie Fahrstuhl im Rathaus

– Die Vereine, die eine unbezahlbar wertvolle Arbeit durch die Angebote für Kinder und Jugendliche, aber auch ältere Mitmenschen leisten, müssen nachhaltig in ihren Anliegen unterstützt und gewürdigt werden.

– Erhalt der ärztlichen Versorgung im Ort