Nachhaltige Ortsentwicklung

Für eine nachhaltige Ortsentwicklung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch

Während Stegaurach von 1987 bis 2010 von der Bevölkerungszahl her um fast 40% gewachsen ist, stagniert die Bevölkerungszahl seitdem auf knapp unter 7000 Einwohnern. Entsprechend sind insbesondere in den Neunziger Jahren fortlaufend neue Baugebiete ausgewiesen worden. Die naturnahe Umgebung und die Stadtnähe zu Bamberg, hat Stegaurach zu einem attraktiven Wohnort werden lassen.
Durch den demographischen Wandel wird die Bevölkerungszahl Stegaurachs zwar stabil bleiben, es werden aber kaum mehr neue Baugebiete ausgewiesen. Durch den Wegzug der Amerikaner wird Bamberg neue Flächen für Bauland gewinnen können, die Markt- und Preislage wird sich verändern.

Die Entwicklung Stegaurachs fand letztendlich in ganz Bayern statt. Noch immer werden jeden Tag in Bayern 18 Hektar (25 Fussballfelder) versiegelt. Es entstehen monotone, gleichförmige Siedlungsstrukturen, die Indidvidualität und Kultur der Orte geht ein Stück verloren. Orte schauen sich immer ähnlicher, man fährt am immergleichen Band der jeweiligen Einkaufsmärkte vorbei.

Hinzu kommt, dass es häufig vorkommt, dass Menschen die in Rente gehen, nach Bamberg ziehen oder sich eine Wohnung nehmen, ihre Häuser verkaufen und den Kindern übergeben. Die jungen Familien, die in diese Häuser ziehen, wollen um- oder sogar neu bauen. Die inzwischen betagten Bebauungspläne (30 bis 40 Jahre und älter) lassen aber ein Bauen, orientiert an den heutigen Bedürfnissen gar nicht zu.

Wir wollen oben aufgeführten Entwicklungen gerecht werden, indem

– wir uns einsetzen für eine Innenentwicklung, d.h. vorhandene Baulücken sollen
geschlossen, Baugebiete behutsam nachverdichtet werden.
– die alten Bebauungspläne Zug um Zug den heutigen Bedürfnissen, die an
Wohnen gestellt werden, angepasst werden
– sich Wohnbebauung grundsätzlich an ökologischen Standards orientiert, wie
Südausrichtung der Gebäude, etc.
– derzeit sehen wir es nicht, dass neue Baugebiete ausgewiesen werden müssen